der verpatzte Ultraschall

….nun die meisten wissen ja,…das wir im Februar Nachwuchs erwarten *freu*.

Ich habe mich gefreut auf den Termin – wo es zum Ultraschall ging. Naja alles verlief auch gut,….Benedikt war schön am spielen – gab ja andere Autos zu bewundern beim Doc *gg*.

Nach recht langer Wartezeit , wurden wir endlich herein gerufen. Nun wir hatten ja den Verdacht,…das es eine kleine Maus geben wird. Nun fehlte nur noch die Bestätigung des Doc´s. Tja kaum im Arztzimmer angekommen – hatte ich alle Hände voll zu tun. Benedikt gefiel es nicht so gut…still zu sitzen.

Trueffel lag auf der Liege schon…und der Ultraschall begann. Hmmm….ich habe nix gesehn *schnief* -überhaubt nix. Benedikt wollte permanent an den Gerätschaften des Doc´s herumspielen. Nun ehm also er spielte an dem Fernrohr des berühmten Stuhles. Da ich nicht wusste,…ob er da etwas verstellen oder zerstören konnte…habe ich auf Benedikt aufgepasst.

Habe ihn hochgehoben….und ihm gesagt das wir uns Schnatti mal anschauen – der strammpelte wie blöde. Ich lies ihn wieder runter – und er lief wieder zu den Gerätschaften. Nun – dann war der Ultraschall auch schon vorbei *gg*. Es wird eine kleine Prinzessin – und ihr gehts gut *freu*

Hmmm….dann werde ich wohl später ein besonderes Auge auf die kleine werfen müssen,…die Jungs haben sich nix zu lachen *lol*

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der Zustand Angst

26. November 2009 4 Kommentare

Hallo liebe Leser und Leserinnen

Mein erster Beitrag – ging um Angst , Depressionen und Panikattacken – hört man ja immer häufiger. Nun versuche ich auch noch einen solchen Zustand zubeschreiben – wie ein Patient in diesen Momenten leidet.

Angst kennt jeder,….hat jeder – braucht jeder. Ein Mensch ohne Angst, wäre nicht in der Lage zum überleben. Doch wie sieht es aus – wenn man krank ist. Diese Frage – stellen sich die Leute logischer weise immer, weil jeder weis wie es sich anfühlt wenn man sich richtig stark erschreckt….oder die Gedanken bei dem Verlust des Arbeitsplatzes oder ähnlichen Dingen,….ja auch vor Krankheiten sind.

Diese Menschen – leben ein anderes Leben,….sie fühlen, denken , empfinden anders wie Du.

Im Grunde genommen sind Angstpatienten – ruhiger, zurückhaltenter mit Entscheidungen , ein Stück weit auch vorsichtiger – z.b. schon beim Auto fahren.

Nun der Versuch – die Welt der Angst zu betreten – und….es ist kein SCI – Fiction oder sowas.

Sie kommt,…wann sie will – wo sie will und sooft sie will wenns sein muß.

Sie hat mehrere Gesichter,….schleichend oder brutal niederreißend.

Kommt sie langsam – spürt man im Nacken das Gribbeln,….das singeln geht den Rücken runter bis in den Arm und in die Hand.

Das rauschen der Ohren setzt ein – man nimmt Geräusche dumpfer war….der Schwindel – setzt Deine Konzentration komplett aus.

Der Boden schwimmt – Menschen die an Dir vorbeigehen…nimmst Du nur bedingt war. Einfache Gespräche – sind im diesem Zustand schon eine richtige Herausfoderung – vor allem belastend. Der Hals schnürt sich zu….der Atem wird schwerer – das Herz beginnt zu rasen….der Puls steigt. Du schnappst nach Luft…kontrollierst Deine Brust – obs nicht doch ein Herzinfarkt ist. Du wirst unruhig – jedes Gespräch versuchst Du ganz schnell abzuwürgen. Jetzt brauchst Du Ruhe – und flüchtest. Schweißausbruch ist enorm….obwohl Du nicht viel tust – mußt Du Dir immer wieder Schweiß abwischen. Du merkst wie alles Innerliche sich zusammenzieht….beim Brustkorb angefangen bis hin zum Magen. Die Gedanken schießen Dir durch den Kopf,….Du versuchst die Hilfestellungen der Reha sag ich jetzt mal durchzuspielen. Nun – oft fallen sie Dir garnicht mehr ein. Dann pakt Dich die Verzweiflung – Du wirst verwiert….inzwischen hat man das Gefühl – die Beine machen das nicht mehr lange mit ….Butterbeine setzen ein. Jeder Schritt wird zur Qual…Du mußt Dich setzen…die Arme tun Dir weh.Große Sorge macht Dir der linke….weil es bis in die Schulter rein zieht. Du kontrollierst Deinen Puls permanent.Du redest mit der Angst…und erklärst das sie zu Deinem Leben gehört…Du sie aber momentan nicht gebrauchen kannst. Verrückt aber war….so wurd es einem schließlich beigebracht, und die Frage ob man langsam verrückt wird,…stell ich mir noch immer  nach, was weiß ich, wievielen Attacken. Nungut…lassen wir die Attacke, an dieser Stelle einfach mal enden.

Wars das?…nein nein….danach setzt der Erschöpfungszustand ein….nun ich rede von Erschöpfung,…nicht vom normalen müde sein – wo paar mal öfter gegähnt wird. Die Erschöpfung ist richtig richtig unangenehm,….sie verleiht einem das Gefühl zwar noch irgendwie zu Leben….aber nix mehr zu spüren. Keine Kraft mehr…für nix – ausgepowert bis in den kleinen Zeh. Übelkeit setzt auch gern ein dann,man schüttelt sich den Kopf – wie ein Boxer,…der mal gerade Eben einen harten Schlag hinnehmen mußte. Liegen wäre nun am aller besten,….doch auf der Arbeit habe ich Gott sei Dank einen bequemen Stuhl – der dann aber auch nicht immer reicht. Jenachdem…wie schwer die Attacke verlief – desto länger dauert der Erschöpfungszustand. Nun…dann lassen wir die Erschöpfung auch an dieser Stelle weiterziehen.

Nun ist alles rum…schön wär es – danach meldet sich Dein Körper….mit Magenschmerzen – die vorher überhaubt nicht vorhanden waren….grummeln im magen,….und das Bedürfniss auf die Toilette zu müssen. Naja – nach so einer Angstattacke….schmeißt sich die Darmflora gerne mal in die Ecke,….das heißt – schmerzhafter Durchfall. Und weil Deine Darmflora recht häufig zusammenkracht – gibt es auch oft Entzündungen im Darmendbereich. Dann kann es auch oft noch vorkommen,….das Magenkrämpfe – hmm…ja ich würde sagen Koliken passt so in etwa – auftreten. Naja – und nach einiger Zeit, wenn mal eine Entspannungsphase eintritt….im warsten Sinne des Wortes,….dann merkt man das auch körperlich. Man streckt sich – und sämtliche Knochen im Körper sprengen auseinander wie bei einem Maschinengewehr ( knack knack knack knack) Brust , Rücken , Nacken – alles sprengt sich den Weg wieder frei.Vorher merkt man eine unangenehme Enge im Körper – man versucht sich zu strecken,….aber die Versuche scheitern. Und danach – nimmt der Angstpatient,….wieder am normalen Leben teil. Wie lange – weis man nie.

Die war eine ganz normale Angstattacke – meine persönlichen,….bei anderen sieht es anders aus.

Dann gibt es noch – die 24 Stunden Angst,….auch sehr unangenehm, bis hin zur Verzweiflung treibend.

Sie verläuft mit weniger Symtomen…aber wie sie sich schon nennt – so effektiv arbeitet sie auch. Kurz gesagt – man glaubt man wäre 100 Jahre alt und ein Tattergreis. Man zittert wie Espenlaup – permanent ohne Pause,…selbst die Zähne haben ihre Aufgabe,…denn die klappern…als gäbe es keinen morgen mehr. Also ich hatte Probleme dabei – einen Tee zu trinken,…weil ich die Tasse kaum halten konnte – so stark zitterte ich. Die Gedanken – keine Lust mehr zu haben , ….sind schneller da – weil wirklich überhaubt keine Pausen vorhanden sind. Ans schlafen darf man denken….sie gibt Dir nur keine Möglichkeit dazu – sobald die Augen zu sind….siehst Du nur noch Blitze – Kreuz und Ouer und immer schneller. Also ….bleib wach – und zitter weiter, und maschiere mit ner Bibel in der Hand und einem Foto Deiner Familie nachts um den Block – Deiner Station.

Todesangst …. sie raubt Dir alle Sinne

Ich glaube in dieser Phase…vergisst man alles – was man bisher im Leben so gemacht hat. Sie ist die absulte Folter – und man ist Live dabei. Ich muß zugeben,…ich habe echt Gefühle gehabt,…und Gedanken – das ich nicht ich bin,….sondern das ich mich verwandel in eine schlimme Kreatur. Der ganze Körper brannte – ich dachte und hatte das Gefühl – das mir innerlich jemand Schürhaken ins Fleisch trieb und von unzählbaren Stellen – daran zog. Ich hatte nicht den Hauch einer Chance,….es riss mich zu Boden….dort wällste ich mich hin und her. Bei den Versuch aufzustehn – zwang sie mich wieder auf die Knie. Teilweise hatte ich echt Gedacht – ich sei Schizophren…bin jemand anderes. Diese Gefühle waren sau grausam – das ich hier wirklich sage ,…es waren Gefühlsschmerzen. Schwer nachzuvollziehen,…aber noch nie lag ich gekrümmt auf dem Boden – rollte mich hin und her – und trotzdem hatte ich das Gefühl…nicht irgendetwas…mit meinem eignem Körper ,- gemeinsam zu haben. Permanent dachte ich an meine Lieben,…ich wußte nicht – was genau ich ihnen erzählen sollte…wenn die Frage kam – wie gehts Dir. Die gequälte Seele…auf den Knien, auf dem Boden…machte meinem  Zimmergenossen sogar Angst. Obwohl der ja Suizid begehn wollte. Ich kann bis heute noch nicht die Hand ins Feuer legen,…ob ich mir nix angetan hätte – würde es meine Familie nicht geben. Gebetet habe ich sehr viel,….um Kraft und Gedult – um nicht auf diese Gedanken zu kommen.

So – und nun beende ich ,… dieses Thema Angst – habe meine Erfahrungen niedergeschrieben….und hoffe das ich ein klein bißchen helfen konnte,…was offene Fragen anging.

Angstpatienten sind ganz normale Menschen,….wenn sie gerade mal nicht….ihrer Horrorwelt die Stirn zeigen müssen.

LG Herr Trueffel

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Depressionen, Ängste, Panikattacken- oder aber zu Fuß durch die Hölle

22. November 2009 6 Kommentare

Hallo liebe Leser, ich bin der Mann von Trueffel

Heute möchte ich von meinen Erfahrungen berichten – wenn Depressionen und Ängste das Leben aus der Bahn werfen.

Kurz gesagt – es kann jeden treffen. Ich selber führte ein wundervolles Leben – habe ein erfolgreiches Berufsleben und bin sehr glücklich verheiratet und habe einen Sohn – der mir alles bedeutet.

Dennoch – traf mich Ende 08 eine Krankheit – von der ich bisher nur hörte….und die schlimm sein kann.

Nunja, eigentlich fing alles ganz harmlos an.

Ich fuhr zur Arbeit – wie jeden Tag auch….erledigte meine Aufgaben ( Programmierung einer CNC – Fräse ) unter den ganz normalen Zeitdruck wie sonst auch. Auf einmal war mir schwindelig…..naja 5 – 10 Sekunden, hmm kommt ja mal vor dachte ich so bei mir.
Ich machte mal 10 Minuten Pause – um mich zu sammeln….danach beendete ich meine Schicht und übergab die Maschine dem Kollegen.
Am nächsten Tag das selbe Spiel – mir war aber mehrmals am Tag schwindelig und merkte wie ich angestrengt auf mein Bildschirm schauen muß. Nun gut – ich brauche eine Brille….also fuhren wir zum Optiker, und tatsächlich ich brauchte eine Brille. Allerdings habe ich nur 1 Dioktrin auf den Augen….das ist wahrlich nicht viel. Na schön….Brille haben wir bestellt – und in 10 Tagen sei sie da.
Okay – am nächsten Tag, fuhr ich wieder arbeiten…..da zwang mich eine heftige Schwindelattacke von ca. 10 Minuten meine Arbeit einzustellen und nach draussen an die frische Luft zu gehn. Brachte meine Schicht zuende und fuhr nach Hause. Während der Fahrt bekam ich Panik – mein Kopf dröhnte….ich spürte meine Beine nicht mehr – Herzrasen , Herzstechen….ich dachte das war es jetzt. Zuhause angekommen – weckte ich Trüffi und sagte ihr das ich ins Krankenhaus müsse – ich glaube ich habe einen Herzinfarkt.
Trüffi sagte leg dich erst mal bissel hin….und warte mal gerade ein wenig. Ja, dann war alles rum….und bin tief und fest eingeschlafen.
Trüffi wollte das ich am nächsten Tag zum Doc mal fahren soll – zum durchchecken. Nee is doch wieder okay – fühlte mich auch bestens.
Ich beschloss also auf die Arbeit zu fahren….brachte die Schicht auch relativ gut zuende. Fuhr nach Hause….das selbe Spielchen wieder- nur noch heftiger. Dann sind wir aber auch ins KH gefahren. Die behielten mich direkt dort – konnten aber einen Herzinfarkt ausschließen ( Gott sei Dank ). Ich war 4 Tage im KH, dort wurde der Herzkreislauf untersucht….mit Langzeit EKG , ich war in der Röhre und Ultraschall Herz. Medizinisch alles super – *freu*….naja ein paar Tage habe ich mir noch gegönnt…und bin dann wieder arbeiten gegangen. 4 Wochen hatte ich Ruhe….überhaubt keinerlei Probleme. Dann hatte ich einen Termin beim Augenarzt….bin nach der Nachtschicht direkt von der Arbeit dorthin. Auf einmal bekam ich wieder einen Anfall – Herzrasen ohne Ende, Ohnmachtsgefühle….Übelkeit. Der Augenarzt – holte einen allgemein Mediziner. Da alles schnell gehn mußte war dem entsprechend auch in den Praxen Aufregung hoch 3. Der Arzt schloss mich ans EKG….normal müssten wir ihre Brusthaare entfernen um genauer zu arbeiten. Naja – ihm gefiel eine Kurve nicht – und beschloss sicherheitshalber eine Einlieferung ins KH. Im Rettungswagen – sagte mir einer der Sanitäter, ich solle ruhig bleiben….ein Herzinfarkt kann er ausschließen.Am KH angekommen…war wie solls auch anders sein- alles weg. Dort wurde ich in der Notaufnahme durchgecheckt….EKG ….Ultraschall Atterien. Medizinisch alles okay….Gott sei Dank.
Dann die Frage – ob ich schonmal mit Panikattacken zu tun gehabt hätte. Nee – noch nie….nun die hatten sie dann gerade eben – sie müssten mal zum Psychiater und Neurologen um ein EEG zu machen. Jo – so kam es auch….mein Haus Doc….überreichte mich einem Psychiater wegen Panikattacken und Depressionen. Naja – Dort bekam ich dann auch dieses EEG gemacht….es war alles in Ordnung.
Ab diesem Zeitpunkt….änderte sich mein Leben- in die absolute Hölle. Der Psychiater stellte dann fest – das ich an Ängsten Panikattacken und depresiver Phase leide. Mir wurden schwere Medikamente verschrieben , Angstmedis und Antideprisiva.
UND JETZT KOMMT WAS SEHR WICHTIGES: Antidepresiva egal welcher Art sind keine SUCHTMEDIKAMENTE. Diese Angst hatte ich nämlich auch….habe große Probleme gehabt – mit der Medieinstellung.
Kurz um….ich will ehrlich sein – auch ich habe mich anstecken lassen von der Umwelt, jeder sagte mir pass auf mit dem Zeug.Naja inzwischen litt ich täglich an schweren Angstattacken konnte nichtmal mehr in den Supermarkt….und beschloss die Medis wieder abzusetzen – und auf Homöopatische Ebene weiter zu machen. Ich lies an mir Prana und Reiki ausprobieren und nahm LM Potenzen zu mir, das ist ein Mittel gegen Angst.
Natürlich war ich jetzt schon mehr als 3 Wochen krankgeschrieben worden….und plante mein Comeback in die Firma. Anfangs ging auch alles recht gut – und puschte mich auch hoch, jeden Schritt den ich erfolgreich abschloss Supermarkt, Apotheke etc….ohne Angstattacke feierte ich insgeheim euforisch. Der Tag x ….war da, ich ging zur Arbeit….die Angst wollte durch – ich mußte sehr sehr dagegen angehn um nicht einzubrechen. Doch ich schaffte es….die 8 Stunden rumzukriegen. Ich war gut drauf und fuhr nach Hause. Leider kam dann das große Aus. Am selben Tag erlitt ich noch ein Nervenzusammenbruch und Erschöpfungszustand,ab diesem Tag ging selbst das schlafen nicht mehr. Ich wurde wieder krank geschrieben- erstmal für 3 Wochen wieder. Ab da – gings nur noch Berg ab. Die Ängste wurden so heftig – sie rissen mich zu Boden…ich dachte ich verbrenne innerlich bei lebendigen Leibe…zusätzlich immer wieder Herzinfarkt Symptome Herzstechen, Brustschmerzen – schmerzen im linken Arm , Herzrasen und innere Unruhe. Trüffi war völlig überfordert….Benedikt wollte zu mir – und ich mußte ihn von mir fern halten. Ich begann mit Autogenes Training mich über Wasser zu hallten – mittlerweile bekam ich ein neues Antidepresiva.Es ging 5 Tage gut – danach konnte ich nix mehr essen,nix brachte ich noch runter, so übel war mir. Dann kam die heftigste Attacke – mit 16 verschiedenen Symtonen gleichzeitig. Ich wusste nicht mehr ein noch aus – war zu erschöpft um zu schlafen. Immer wieder Schwindel, Butterbeine, Herzrasen + stechen, Pulsrasen, Schweisausbrüche heiß und kalt….Magenkrämpfe, Rückenschmerzen, Atemnot, innere Unruhe usw. usw.
Am nächsten Tag konnte ich nicht mehr….und bat Trüffi um eine Einweisung erneut ins KH. Niemand nahm sich mir an….ausser die Klappsmühle ( wie sie unbekannter Weise noch immer heut zu Tage genannt wird ). Nun damals wußten wir nichtmal – das eine Akutstation garkeine Einweisung braucht. Die haben wir vom Hausdoc bekommen – nachdem Trüffi sich nicht mehr anders zu helfen wußte nach langen hin und her telefonieren – und dem verständlich machte, das ich langsam richtig böse und aggresiv geworden bin und den Ärzten die Praxen auseinander nehmen würde….wenn ich jetzt nicht langsam irgendwo hingebracht werde.
Nungut – nun war ich also auch noch hierher gerraten – in der Klappse. Und wie soll es besser sein….als mit einem Suizidgefährtetem Patienten auf einer Stube zu liegen. Ab diesem Zeitpunkt – begann also meine Karriere in den Psychosomatischen Einrichtungen…nun insgesammt ich mach es kurz waren es 3 Stationen….und dauerte 14 Wochen.
UND NUN FOLGT WIEDER EIN GANZ WICHTER HINWEIS : Nicht alles Glauben – was Kliniken und Medikamente angeht.
Da herrscht nachholbedarf auf alle Fälle. Man hatte wieder meine Medis umgestellt – wieder ein neues Antidepresiva und ein Angstmittel für nachts. Achja vielleicht sollte ich noch erwähnen – das mein Psychiater zum Schluß sich keinen Rat mehr wußte….und mir Tranquilizer verschrieb.
So und bei dem Punkt angekommen – sind wir bei gefährlichen Medis. Nicht die Antidepresiva  sind gefährlich abhängig zu werden sondern diese Tranquilizer oder auch wiederaufnahmehemmer kurz MAO genannt.
So und die Klinik – zog diese Medis sofort ein wegen Suchtgefahr….und fand die richtige Kombination Medis die ich noch heute nutze.
Weiter gehts bei der Klinik. Auch das ist alles – überhaubt kein Problem da zu sein. Wie schon gesagt – wo ich dort ankam, ging für mich die Welt unter. Aber das dauerte nicht lange. Nein im Gegenteil….ich war nicht mehr alleine. Während sich tagsüber Menschen versuchten sich gegen ihre Suizidgefühle zu wehren und ich nachts in der Klinik mit der Bibel und einem Foto meiner Familie meine Runden um den Block drehte, kamen sich so viele Menschen nahe – und man half sich gegenseitig. Weiß Gott – klar ist das kein Urlaub, ich sah Menschen mit Psychosen – die mehrere Stimmen hören,…ich sah Menschen mit Depressionen….so verkrampft das der Körper schon zerstört war. Ich sah Menschen mit Borderline ….die sich selbstzerstören….und weil man in einer Akutstation alles abgeben muß….rieben sich diese Menschen mit Centstücken die Haut blutig oder schlugen sich die Knöchel an der Betonwand blutig. Ich sah sogar Schizophrenie. Auf alle Fälle – man wurde akzeptiert.

So nun würde ich sagen…..decken wir die dunklen Klischees unserer Umwelt einmal auf.

Das schwierigste an der ganzen Sache ist….die Erkennung der eigentlichen Krankheit, und die Einstellung der Medis an den Patienten.

Das Antidepresiva macht nicht süchtig – das Problem ist nur die ersten 2-3 Wochen wirkt das Medikament schon auf den Körper und legt sich tatsächlich irgendwann. Ich wollte es auch nicht erst glauben, ist aber so. Noch heute muß ich mich selber erinnern das ich die Tabletten nicht vergesse.

Dann das Vorurteil über die Kliniken,….man würde zugedröhnt. Man hat das Gefühl…das geb ich zu, aber in wirklichkeit versucht man die innere Unruhe und Verkrampfung erstmal zu lösen um eine wirksame Therapie zu starten. Die ersten Tage bekam ich auch Beruhigungsmedis – die mich schon high machten….aber dann fing die Meditherapie an und alles legte sich.

Achja – und diese sogenannte Gummizellen,….nennnen sich Fixierzimmer-jenachdem wie schlimm der Fall ist.

Zwangsjacken gibts nicht – auch ein Vorurteil. Wir haben auf alle Fälle viele Kickertuniere veranstalltet und konnten auch ab und an mal wieder lachen.

Sodele nun komme ich ganz langsam zum Ende – falls überhaubt solang gelesen wurde.

Nach der Akutstation( 4 Wochen )…besuchte ich eine ambulante Tagesklinik für Psychosomatik – 3 Wochen,….auch sehr empfehlenswert. Danach ging es 7 Wochen in Reha…ebenfalls Psychosomatisch.Dann begann ich eine Wiedereingliederung über 6 Wochen in der Firma.

Nun das ganze hat mich 7 Monate Krankfeiern gekostet -weiß das ich an Agoraphobie und Panikattacken erkrankt bin. Ich bin heute zu Hause,….habe gelernt mit der Krankheit zu Leben und leide immer noch unter ihr. Ich befinde mich ambulant in Therapie und gehe meinem Beruf wieder nach.

Ich habe noch nie eine solche Todesangst gehabt und bin meiner Frau über alles dankbar – das sie mir geholfen hat. Einen Dank geht auch an meinem Chef – der solange auf mich gewartet hat,….und es mir ermöglichte das ich meine Familie versorgen kann.

Ausserdem bedanke ich mich bei allen Ärzten und Psychologen – bei den verschidenen Anlaufstellen die ich durchquerte für ihre Hilfe

Mein Fazit zu solchen Erkrankungen lautet: nicht lange rumexperimentieren….vielleicht ein kurzen Auffenthallt für die Einstellung der Medis in einer Klinik suchen,….und vor allem Fällen – seit offen zu eurem Umfeld….und geht offen mit eurer Krankheit um denn nur Medis lutschen bringt nix. Ist ein hartet Weg zurück….wenn die Seele krank ist. Ach noch ein kleiner Tipp: nicht versuchen selbst Diagnosen festzulegen. Es gibt 8 verschiedene Depressionsarten und verschiedene Angsterkrankungen….die sich sehr oft ähneln und dennoch anders behandelt werden müssen.

Ich hoffe – das ich hiermit einigen Laien und vorallem ratlosen Betroffenen ein kleines Stück helfen konnte….weil ich weiß wie es ist wenn man in eine andere Welt eintaucht….von der man nichts versteht.

LG Herr Trueffel *gg*

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